Wenn Savognin ruft, antwortet die Trailrunning-Welt!
Am letzten Juni-Wochenende 2025 wird das sonst so gemütliche Savognin zur pulsierenden Hochburg des Trailrunnings. Der Swiss Irontrail macht Halt im Val Surses – und was hier abläuft, ist alles andere als ein Spaziergang. Was in Zürich als gemütlicher Feierabendlauf durch den Wald gilt, wird hier zur gnadenlosen Prüfung für Oberschenkel, Ausdauer und inneren Schweinehund.
Vom 28. bis 29. Juni 2025 wird das alpine Herz der Schweiz von Laufschuhen erobert. Der Swiss Irontrail schickt ambitionierte Berggazellen und leidenschaftliche Landschaftsläufer über Höhenmeter, die einem den Atem rauben – nicht nur wegen der Anstrengung, sondern wegen der Aussicht.
Fels, Flora, Fernsicht – die Strecke als Naturspektakel
Die Route des Swiss Irontrail ist ein Paradebeispiel für das, was Trailrunning ausmacht: Unvorhersehbar, wunderschön und manchmal schlicht zum Heulen – im positiven Sinn natürlich. Da wäre zum Beispiel das Himmelstor: Eine bizarre Felsformation, die aussieht, als hätte sich ein Riese beim Felsenbauen einen Spass erlaubt. Wer hier durchläuft, spürt Ehrfurcht und Adrenalin gleichzeitig – und vielleicht etwas Muskelkater vom vorherigen Anstieg.

Ein paar Höhenmeter weiter wartet die Alp Flix, ein botanischer Schatz, wie ihn selbst eingefleischte Stadtpflanzen ins Schwärmen bringt. Moorlandschaften, wilde Blumen, murmelnde Bäche – wer da keine Foto-Pause einlegt, ist entweder im Rennen auf Podiumskurs oder hat schlicht kein Herz für Natur.
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Doch wer denkt, das sei alles, kennt den Swiss Irontrail schlecht. Es geht weiter zum Lunghinpass, dem einzigen Ort Europas, an dem sich Wasser aufteilt, um in drei verschiedene Meere zu fliessen. Ein geografisches Wunder, das man erst richtig zu schätzen weiss, wenn einem der Schweisstropfen vom Scheitel direkt in den Wanderrucksack tropft.
Zwischen Geschichte und Gänsehaut
Der nächste Hammer: Der Septimerpass. Historisch gesehen ein Handelsweg, heute ein Beinbeuger-Breaker mit Aussicht. Auf 2'300 Metern über Meer bietet er freie Sicht bis in die Philosophieabteilung des eigenen Geistes. Spätestens hier stellt man sich die Sinnfrage – nur um beim Abstieg von der Magie des Moments wieder voll motiviert zu werden.
Und als ob das noch nicht genug wäre, führt der Trail schliesslich zur Forcellina. Abgeschieden, wild, rau – eine Hochgebirgspassage für echte Bergratten und jene, die es noch werden wollen. Wer hier ankommt, weiss: Der Swiss Irontrail ist kein Kindergeburtstag. Er ist Abenteuer pur.
Schweizer Charme trifft auf Schweisstropfen
Doch es sind nicht nur die Pfade, die den Swiss Irontrail auszeichnen. Es ist dieses typische „Bündner Ding“. Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und eine Portion rustikaler Humor, wie er nur in den Bergen wächst. Helfer winken mit Glocken, Zuschauer feuern an, als ob’s um Olympia ginge – und wer aus der Region kommt, weiss, dass hier nicht einfach ein Lauf stattfindet, sondern ein Fest für Beine und Seele.

Von der kurzen Einstiegsrunde bis zur mörderischen 78-Kilometer-Ultradistanz – der Swiss Irontrail hat für jede und jeden das passende Menü. Nur gemütlich wird’s selten. Dafür sorgt die Kombination aus Steigung, Strecke und Staunen. Und ja: Wer hier einmal dabei war, will wiederkommen. Nicht nur wegen der Medaille, sondern wegen dem Gefühl, Teil von etwas Echtem zu sein.
Val Surses – die Bühne für ein unvergessliches Wochenende
Ob erfahrener Gipfelstürmer oder neugieriger Hobbyläufer: Am 28. und 29. Juni ist Savognin der Nabel der Trailrunning-Welt. Der Swiss Irontrail macht’s möglich – und wer mitläuft, wird nicht nur gefordert, sondern auch belohnt. Mit spektakulären Ausblicken, einmaliger Natur und einer Stimmung, die den Herzschlag auf Wettkampfniveau bringt. Und ja, vielleicht auch mit ein paar Blasen an den Füssen. Aber die tragen sich mit Stolz.

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