Mein Fazit zum Marathon
Die Reise nach Uganda hat sich für mich gelohnt – in zweifacher Hinsicht: als neues Land im Hobbymarathonlauf und als touristisches Erlebnis. Ohne die Laufambition wäre ich allerdings nicht hingereist. Die Strapazen im tropischen Klima sind groß, vor allem bei langen Autofahrten über verstopfte Straßen, auf denen Fahrzeuge ohne Katalysator die Luft verpesten.

Das sportliche Geschehen – die 4. Auflage des Rwenzori Marathons – wirkt zwar engagiert, doch ein großer Erfolg dürfte die Veranstaltung nicht werden. Medien sprachen von bis zu 50 internationalen Teilnehmern, tatsächlich waren es nur wenige, meist auf der Halbdistanz. Die Strecke ist anspruchsvoll bis abschreckend: lange Steigungen, Verkehrsaufkommen trotz Sperre bei der 42,195-km-Distanz und eine Polizeieskorte (als Besenfahrzeug), die von hinten das Tempo vorgab. Die lange Öffnungszeit des Marathons mit acht Stunden ist positiv hervorzuheben.
Positiv ist das Preis-Leistungs-Verhältnis: Für rund 20 Euro erhielten die Teilnehmer einen Rucksack mit Funktionsshirt, Bauchtasche, Kappe und Startnummer mit Chip. Für Ländersammler mit Afrika-Affinität ist die Teilnahme empfehlenswert – auch wenn Alternativen in Kenia und Tansania mit besserer Infrastruktur locken.
Weitere Fotos vom Rwenzori Marathon
Fotos: © Anton Reiter
Kommentar schreiben